Lehrgang
Osterlehrgang 2012
Unser Osterlehrgang 2012 findet in Oerlinghausen von Samstag, 31. März bis Montag, 09. April 2012 statt.Alle Vereinsmitglieder sind herzlich eingeladen, unsere Detmolder Fliegerfreunde nehmen vermutlich auch mit Personal und Gerät teil.

Sommerlager 2012
Unser Sommerlager 2012 findet in Blaubeuren bei Ulm statt.Von Samstag, 7. Juli bis Sonntag, 22. Juli 2012 sind wir dann im Süden.
Die Jugend kann sich schon mal hier umgucken: Jugendgruppe der Fliegergruppe Blaubeuren e.V.

Miguels Klix Tagebuch (Sommerlager 2010)
Es ist Dienstag den 03.08.2010 10h am Morgen
Ich sitze in die Küche und warte auf dem Postboten, (nur zum besseren
Verständnis: ich warte auf mein PPL-C Scheinmit gepackten Koffer).
Um ca. 11h, der erwartete Moment (nach ca. 2½ Jahre) mir wird ein
Brief aus Münster vom Postboten ausgehändigt. Aufgemacht und:
Hurraaaaaaaaaaaaaaa mein Schein ist da.
Um ca. 12h Aufbruch nach
Klix. Nach 3 Km Fahrt Regen, nach 5 Km strömender Regen, aber ich redet
mir ein, mach nichts ich fahre schließlich nach Klix, das sind noch ca.
560 Km und das Wetter ist bestimmt gut dort.
Die Fahr nach Klix lief ohne nennenswert Zwischenfälle (die ganze Zeit Regen).
Ankunft in Klix um ca. 17h.
Im "Objekt" begrüßte ich die meisten von meinen Flieger Kameraden,
und obwohl es draußen regnet ist die Stimmung innen sehr gut, es lag
aber an die Mokkatorte die Christa gebacken hat (Zutaten geheim?????).
Schnell würde mir von der letzten paar Tagen berichtet, und
insbesonderen die Flügel von den JungScheinPiloten die den Mut verloren
hatten weiter zu Fliegen wenn die Platz nicht mehr in Sicht wahr, oder
von Denjeningen die ausreden gesucht haben wie PDA func. nicht, oder,
oder…..
Obwohl es draußen regnet hab mich entschieden mein Zelt
aufzubauen, und sieht die Meisterleistung: als ich fertig war regnete
auch nicht mehr.

(Man muss bedenken dass ich zum ersten Mal Zelte aber später mehr dazu).
Nach dem Abendessen bin ich in mein Zelt gekrochen.
6:00h aufgestanden, ich konnte nicht weiter liegen bleiben, meine Isomatte ist zu hart.
6:30h geht’s zum Sport: 10 Km Radfahren.
9:30 Briefing: Wetter mäßig.
Den Mittwoch kann ich kurz fassen, drei Starts und kein Thermik
gefunden, mir wird klar das der Schein keiner Garantie für die Thermik
ist und ich werde depressiv.
Donnerstag den 05.08.2010:
7:30 Aufgestanden, heute kein Sport, mir tun aller Knochen weh. Nach
intensiven Gesprächen beim Frühstück mit meinem Zeltnachbar wird schnell
festgestellt das die Ursache für meine Schmerzen eine fehlende
Luftmatratze ist.
9:30h Briefing: Wetter mäßig.
Ein insgesamt sehr spanender Tag, ein Start und nach der Winde sofort in einen Bart mit knapp 1000m erreicht (dass ist wahr).
Freitag den 06.08.2010:
8:00 Aufgestanden, mit den Schmerzen beim Aufstehen wird’s immer
schlimmer. Und ein Blick auf das Wetter lässt nicht gutes ahnen.
9:30h Briefing, genau wie der Wettebericht-wegen schlechtem Wetter kurz .
Die meisten entschieden sich für Kultur, ich bleibe auf den Platz und Versuche mich mit dem PDA anzufreunden.
Samstag den 07.08.2010:
7:30 Aufgestanden, ich fühle mich wie ein Wrack, 4 Nächte kaum geschlafen, ein Blick auf den Wetter, #@‘*?#@‘*?#@‘*?, mein Nerven liegen blank.
Ich habe mich entschieden gegen mein Schlafstörung etwas zu tun.
Ich und Michael fahren zum Marktkauf um uns die Zeit zu vertreiben, und ich entscheide mich für den Kauf einen Luft Matratze.
Den Tag ist aber noch nicht zu Ende…
Harry ist einkaufen gegangen, und in der Küche hat er sich als hervorhandener Koch ausgegeben, zum erstaunen der meisten Anwesen, ab jetzt wissen wir was wir In Oerlinghausen machen sollten wenn schlechtes Wetter ist.
Nach den Mittagessen bin ich zu meinem Zelt gekrochen um meine neuer Luftmatratze aufzupumpen. Danach konnte ich nicht wiederstehen und habe sie gleich ausprobiert.
Das Ergebnis: 2 Stunden traumhaft geschlafen, obwohl es stark regnete und inzwischen jeder Menge neuer Leute auf den Platz angekommen sind und Randalen machten.
Erst am Abend in den Nachrichten wurden uns die Ausmaße des Unwetters klar, die die Umgebung um uns getroffen hat. Zum Glück ist auf den Flugplatz in Klix nicht passiert.
Sontag den 08.08.2010:
7:30 Aufgestanden, es ist erstaulich was eine Luftmatratze ausrichten kann. Es war ein traumhafter Nacht und ein Blick aus den Zelt………… Ja der Sonne scheint, ab zu Briefing.
9:30 Briefing, durchaus ein Tag für den Schulbetrieb.
Es wird darauf hingewiesen das außenlanden heute nicht empfehlenswert ist, wegen dem vielen Regen der letzen zwei Tagen; es könnte Matschich sein, aber es kommt noch dicker.
Nachdem wir unsere Flugzeuge am Start gebracht haben, machten wir, ich und Michael, uns über der 11 her und beschlossen abwechseln zu starten, und derjeninger die zuerst Thermik findet bleib oben.
Bis hier ist noch alles i.o..
Nach meinem zweiten Start habe ich Thermik gefunden, und hier fängt der spannenste Flugtag mein jüngeren Segelfliegerkariere an.
Hier die Beschreibung in Kurzform:
Zunächst Thermik mit 1000m Basis, und ich erkundige den Umgebung, Bautzen, Kraftwerk und so weiter.
Diese Flug wird lange in mein Erinnerung bleiben wegen der vielen Kleinlichkeiten, wie zum Beispiel der Außenlandung des Duos von Finsebeck, den ich in 1200m ziemlich genau verfolgen konnte, und gedacht hab: wie blöd muss Mann sein in so niedriger Höhe noch weg von Platz zu fliegen, aber es kommt noch dicker.
Zurück zu mir.
Im Verlauf des Fluges stieg die Basis auf 1500m und während dieses Fluges hab ich zum ersten Mal eine traumhaften Erfahrung gemacht und zwar, nach dem ich bis an die Basis aufgestiegen bin, konnte ich eine Geschwindigkeit von ca. 150km/h fliegen, um nicht in der Wolken zu verschwinden, hab mich entschieden unter der Wolke richtig schnell zu fliegen und dann neben der Wolken hoch zu ziehen um neben der Wolke zu fliegen und zu meinem erstaunen, immer noch steigen auch neben der Wolken. Diese Aktion habe ich ein paar Mal ausprobiert und mehre Male geklappts , einfach traumhaft.
Nach einer gewiesenen Zeit finge ich an mit den Gedanken zum Spielen nach Rothenburg Flugplatz zu fliegen, nach ein kurze Meldung über Funk am Boden über mein Position, Höhe und vorhaben, starte ich mit voller Brust und jeder Menge Stolz in Richtung Rothenburg Flugplatz.
Auf den Weg dorthin bis kurz vor dem Ziel verlohr ich kaum Höhe. Aber dann über den Waldgebiete vor der Flugplatz hat mich die Thermik verlassen, trotzdem wollte ich meinen gesetzen Sektor erreichen und umrunden was ich auch getan hab.
Der Weg zurück nach Klix war anders als ich erwartet hab. Die Wolkenstraßen die mich nach Rothenburg geführt haben zogen auf ein Mal nicht mehr, und ich fange an zu merken dass es vielleicht doch keine gut Idee war von Platz weg zu fliegen, und was Alex in Briefing sagte über Außenlandung und so. Aber was soll, ein bisschen Thermik werde ich schon finden dacht ich, schließlich kann ich inzwischen den Platz schon sehen, aber ich merkte ziemlich schnell dass es gegen der Wind nicht zu schafen ist.
Ich suchte ein geeigneten Acker zum landen und vergewissere mich dass der Acker trocken ist, die Windrichtung passt, und über Funk teilte ich mit dass ich nicht mehr nach Hause komme.
(Hier konnte ich formlich das Grinsen in die Gesichte von bestimmten Leuten sehen, aber was solls, die haben recht gehabt und ich habe ein bissien an Erfahrung gewonnen)
Der Landung ist problemlos abgelaufen, ein paar Nachbaren kamen auch sofort um nach meinem Wohlbefinden zu schauen, alle denken da ist ein Flugzeug abstürzt.
Schnell habe ich Hilfe gefunden um das Flugzeug zu waschen, und ein bisschen Werbung für unseren Sport konnte ich auch noch machen, wer weiß ob ich diese beider begeisterten Jungs irgendwann mal auf einem Flugplatz wieder treffe.

Die Rückholaktion hat sich auch als sehr spannend herausgestellt. Obwohl ich ca. 6 KM Luftline und 11 KM Straße von den Flugplatz auf Acker ging, hat nur den Hinweg mehr als 1 ½ Stunden gedauert Wegen Überflutung wurden zahlreichen Straßen gesperrt.
Schließlich haben Uli und Max es geschafft mit Hilfe von Einheimischen die Landestelle zu finden, der Flieger wurde in den Anhängen gepackt und wir fuhren wegen der Überflutungen wieder Umwege Richtung Bautzen.
Und an diese Stelle möchte ich mich bei Allen die mir das Fliegen beigebracht haben bedanken, ich werde keine Namen nennen um keine zu vergessen.
DANKE AN ALLE
Montag den 09.08.2010:
Nach einer erholsamste Nacht werde ich um 7:00h wach, das Wetter ist sehr bescheiden.
9:30 Briefing, Schulwetter!!!!!
Für Dienstag wird sehr gutes Wetter gemeldet und ich empfinde ein leichtes kribbel im Rücken.
Mit Harry hab ich mein Flug von Logger gelesen und zu meinem Erstaunen es sind immer in 101 Km geworden.
Obwohl ich gerne bis Dienstag bleiben würde entscheide ich mich nach langer Überlegung für den Rückureise.
Um 14:00h habe ich die Rückreise gestartet und um ca. 19:30h bin ich wieder zu Hause.
Was für eine Woche.
Miguel
